Intention und Motive ehrenamtlicher Arbeiter

intentions-and-motives-of-voluntary-workersEhrenamtliches Arbeiten ist eine der populärsten Formen von altruistischem Handeln. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die wenigsten freiwilligen Helfer ausschließlich prosozial Handeln, sondern auch immer ein funktionaler Mehrwert für den die Tätigkeit Ausführenden generiert werden soll. Beispielsweise soll das Gewissen befriedigt werden oder das gesellschaftliche Ansehen steigen. Die Hintergründe können in sechs Funktionen gegliedert werden:

  • soziale Verantwortung übernehmen, um seinen Interessen Ausdruck zu verleihen und etwas zu unterstützen, was einem wichtig ist.
  • Steigerung des Selbstwertgefühls, durch den Gedanken eine wichtige und sinnige Aufgabe auszuführen und zu erfüllen.
  • Selbsterfahrung, ein Ehrenamt als Chance für neue Erfahrungen und einen kontinuierlichen Lernprozess.
  • soziale Bindung, ein Ehrenamt zur Möglichkeit des Knüpfens und der Pflege sozialer Kontakte und der Interaktion mit anderen Menschen. Mit der Hoffnung auf neue Freundschaften.
  • Funktion der Karriere, zur Aneignung neuer Fertigkeiten, welche idealerweise dem späteren Berufsfeld entsprechen. Unter Umständen auch das direkte Knüpfen von Arbeitskontakten. Zusätzlich die Möglichkeit verschieden Berufsfelder auszuprobieren und Präferenzen festzulegen.
  • Funktion des Schutzes, Verrichtung ehrenamtlicher Arbeit als Ablenkung oder zur Bekämpfung eigener Probleme.

Des Weiteren das Mindern von Schuldgefühlen und die damit einhergehende Verbesserung des eigenen Gemütszustandes. Empirischen Ergebnissen zu Folge sei der größte Antrieb das Bedürfnis seine Umwelt und sein soziales Umfeld mitgestalten zu können und so Einfluss zu nehmen. Dementsprechend gestalten sich auch die Anforderungen ehrenamtlicher Helfer an die Tätigkeit. Teilweise kommt es auch zur Kompensation, wenn der Beruf wenig Abwechslung, wenig Kontakt zu anderen Menschen oder schlicht nicht genug Auslastung bietet. In diesen Fällen suchen Helfer vor allem nach der Möglichkeit eines Ausgleichs. Besonders gilt dies auch für Arbeitslose, welche den Wunsch verspüren nützlich zu sein.

Die Zweitrangigkeit des Motivs

Welches Motiv man auch immer verfolgt, selbst wenn diese egoistischer Natur sind, so wird stets Arbeit verrichtet, welche anderen Menschen oder sogar der ganzen Gesellschaft zu Gute kommt. Es entstehen unheimliche Synergieeffekt durch die gleichzeitige Verbesserung des eigenen Wohles, der Formung seiner Persönlichkeit und der Hilfe für andere Menschen.