Ehrenamt im digitalen Zeitalter

different-social-mediaAuch an dem Ehrenamt und allen damit verbundenen Helfern und Betroffenen geht das Zeitalter der Digitalisierung nicht spurlos vorbei. Ganz im Gegenteil, die enorme Reichweite und die exzellenten kommunikativen und koordinativen neuen Möglichkeiten öffnen ehrenamtlichen Helfern und ihren Organisationen ganz neue Türen. Während, wie bereits beschrieben, verschiedene Schutzorganisationen vor allem auf Aufklärung und Information setzen, so geschieht dies nun nicht mehr durch Printmedien oder mündliche Kommunikation. Sondern durch Onlinekanäle wie z.B. verschiedene Social Media Plattformen. Die zu erreichende Zielgruppe ist dadurch schlagartig und signifikant größer.

Die Hemmschwelle sinkt

Außerdem können Menschen kontinuierlicher erreicht und informiert werden, wodurch sie, anders als bei seltenen Konfrontationen auf der Straße, den Sachverhalt nicht in Vergessenheit geraten lassen können. Darüber hinaus ist das Speichern der Daten von Spendern deutlich erleichtert und so können Menschen, welche sich bereits gutherzig gezeigt haben leichter für etwaige Projekte oder dringende Nothilfe mobilisiert werden.

Des Weiteren ist der eigentliche Spendenvorgang an sich deutlich erleichtert, da den Spendern eine Vielzahl von Möglichkeiten und Plattformen offeriert wird, um ihre Spende zu tätigen. Dadurch sinkt die Hemmschwelle zu spenden und es werden neue Spender gewonnen, deren Daten widerrum sicher und schnell aufbewahrt werden können. Es entsteht ein sich selbst stärkender Prozess.

Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der Ehrenämter, durch die steigende Wertschätzung und Transparenz, weiter zunimmt. Hinzu kommt, dass ein Teil der freiwilligen Arbeit, durch das Internet, problemlos von Zuhause verrichtet werden kann. Ein Vorteil ist dann, dass Tätigkeiten flexibel zu jeder Zeit und an jedem Ort ausgeführt werden können. So gilt dies z.B. für Akquise und Korrespondenz.

Kritiker befürchten jedoch, dass der persönliche Bezug zwischen Spender und freiwilligem Helfer verloren geht oder zumindest gemindert wird. Außerdem können die Opferzahlen von Internetpiraterie steigen, da es kriminellen Organisationen möglich ist, unter Vortäuschung falscher Tatsachen Geldmittel zu erlangen. Dies könnte Charity-Organisationen massiv schaden und das Vertrauen der Bevölkerung verringern.